Pflege zu Hause in der Schweiz: Hilfe je nach Situation
Ob Demenz, Spitalaustritt oder Schlaganfall: Beginnt die Pflege zu Hause, stellen sich Familien in der Schweiz dieselben Fragen. Was ändert sich im Alltag, was zahlt die Krankenkasse, was können Angehörige übernehmen, und wann braucht es mehr? Diese Seiten beantworten die organisatorische und finanzielle Seite je nach Situation, mit geprüften Quellen und festem Stand-Datum. Die Beträge gelten für den Kanton Zürich. Medizinische Fragen gehören zu Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Die ersten Schritte, wenn Pflege zu Hause nötig wird
Egal, was der Auslöser ist: Diese drei Fragen stellen sich fast allen Familien.
Lage einschätzen
Eine diplomierte Pflegefachperson klärt bei Ihnen zu Hause ab, welche Pflege nötig ist. Für die Grundpflege braucht es dafür keine ärztliche Verordnung.
Finanzierung klären
Krankenkasse, Kanton und Gemeinde finanzieren die Pflege mit. Dazu kommen je nach Lage Hilflosenentschädigung oder Ergänzungsleistungen.
Hilfe organisieren
Spitex-Einsätze, Angehörige mit Lohn anstellen oder ein Team für Tag und Nacht: Oft ist es eine Kombination.
Häufige Fragen zur Pflege zu Hause
Die Beträge gelten für die Pflege nach KLV, Stand 2026. Für Ihre Lage rufen Sie uns an:044 521 11 13.
Was kostet Pflege zu Hause in der Schweiz?
Für die Pflege nach KLV zahlt die Krankenkasse feste Beiträge, zum Beispiel CHF 52.60 pro Stunde Grundpflege. Den Rest der Pflegekosten tragen Kanton und Gemeinde. Sie zahlen ab 18 Jahren eine begrenzte Patientenbeteiligung, im Kanton Zürich CHF 7.65 pro Einsatztag, höchstens CHF 15.35 pro Tag, dazu Franchise und Selbstbehalt. Haushalt und Betreuung zahlt die Krankenkasse nicht.
Brauche ich eine ärztliche Verordnung für Pflege zu Hause?
Für die Grundpflege nicht. Seit dem 1. Juli 2024 klären diplomierte Pflegefachpersonen den Bedarf selbst ab. Für die Behandlungspflege, etwa Wundversorgung oder Injektionen, braucht es weiterhin eine ärztliche Anordnung.
Können Angehörige die Pflege übernehmen und dafür bezahlt werden?
Ja, für die Grundpflege. Angehörige können bei einer zugelassenen Spitex wie PRICA angestellt werden und erhalten einen Lohn mit Sozialversicherungen, im Durchschnitt CHF 35 pro Stunde. Eine Pflegefachperson begleitet sie regelmässig.
Gibt es eine 24-Stunden-Pflege zu Hause?
Ja, aber nur im Team. Seit dem 1. Dezember 2025 darf eine einzelne Person keine 24-Stunden-Betreuung leisten. Mehrere vertraute Pflegepersonen wechseln sich ab. Bei sehr hohem Bedarf kann ein Heim günstiger sein.





